Neuerscheinung

Der erste Caféhausführer von Regensburg und Umgebung

Christine Riedl-Valder: Die schönsten Cafés in Regensburg und Umgebung, Regenstauf 2017, 17,90 € (ISBN 9-783866-46341-6)

Dieser Führer stellt einige der schönsten Cafés in Regensburg und Umgebung vor und möchte Ihnen dabei helfen, neue Plätze zu entdecken und Ihre persönlichen Favoriten zu finden.

In Regensburg ist der Genuss von Kaffee und Konfekt seit Jahrhunderten üblich. Schon den Gesandten am Immerwährenden Reichstag wurden „Islamischen Wein“ und Pralinen serviert. Wer heute in der Domstadt ein Café besuchen will, hat jedoch die Qual der Wahl zwischen einer Vielzahl von Lokalen mit unterschiedlichsten Angeboten. Dieses Buch will Ihnen eine Orientierungshilfe geben. Es informiert über Kaffee- und Kuchenspezialitäten, Ambiente, Ausstattung, Service und Betreiber der einzelnen Cafés und erwähnt Wissenswertes über ihre Geschichte und Entwicklung. Dabei zeigt sich die bunte Vielfalt, Qualität und lange Tradition der Oberpfälzer Caféhauskultur.

Das Buch macht Sie bekannt mit fünfzehn der schönsten Cafés in Regensburg sowie lohnenden Ausflugszielen in Bach, Beratzhausen, Burglengenfeld, Illkofen, Kallmünz, Kelheim, Laaber, Nittendorf-Penk, Schwandorf, Tegernheim, Velburg und Zeitlarn.

 
Gefälliger Wegweiser zum wahren Kaffeegenuss in und um Regensburg.
Schon das in „Kaffee-Farbtönen“ gestaltete Cover regt die Sinne an, denn fast möchte man meinen, den Duft des schwarzen Heißgetränks zu vernehmen. So gelingt Christine Riedl-Valder, der in der Region Regensburg beheimateten Kunsthistorikerin und Germanistin, ein gelungener Einstieg. In ausgewählten Cafès und in teils ungewöhnlichem Ambiente kann man die Seele baumeln lassen und spezielle Kaffee- und Kuchenkreationen genießen. Da gibt es liebliche „Locations“wie das „Rosenfleckerl“ oder skurrile wie das „Kuhstallcafé“ und den„Milchschwammerl“, wohl das kleinste seiner Art weit und breit. Man kann sich mit Kunst, wie im „Galerie-Café Blaue Lilie“ umgeben, mit klaren Linien im modernenAmbiente des „Verschmitzt“ oder gediegen im „Pernsteiner“ dem Genuss frönen.
Auch im Schatten einer Kirche mit Blick auf einen alten Friedhof lässt sich trefflich entspannen (s. „Legato“) oder gleich in einer ehemaligen Hauskapelle. Hier beim legendären „Dampfnudel Uli“ denkt man nicht an das Hüftgold, das die leckeren Mehlspeisen hinterlassen. Riedl-Valder charakterisiert ihre Lieblingscafés kompakt und geht dabei vor allem auf deren  besonderes Ambiente, Geschichte undSpezialitäten ein. Aussagekräftige Fotografien unterstreichen die Hinweise und Fakten im Text. Eine „Info-Leiste“ liefert die wichtigsten Daten wie Anschriften,Öffnungszeiten, Internetpräsenz und auch Preislevel von Kaffee und Kuchen.
Besonderes Augenmerk aber legt die Autorin auf Herkunft der Ingredienzen, sprich Kaffeebohnen, und die fachkundige Zubereitung des heißen Muntermachers. Auch die jeweilige Konditorkunst wird eingehend unter die Lupe genommen.
Der Genuss-Reiseführer lässt Einheimische wie Besucher nicht im Regen stehen und weist zielgerichtet den Weg zu den besten Cafés der Region. Ein ebenso empfehlenswertes wie unterhaltsames Buch mit ansprechender Aufmachung.
(Rezension von Sabine Tischhöfer, erschienen in: Bauer, Markus (Hg.): Die Besprechung, Ausgabe 1/2017)
 
 
 

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Christine Riedl-Valder: Johann Baptist  Dominikus Zimmermann. Virtuose Raumschöpfer des Rokoko. Regensburg 2017, 14,95 € (ISBN978-3-7917-2928-2)

Die Gebrüder Zimmermann leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Entstehung und Vollendung des süddeutschen Rokoko. Das Buch berichtet vom faszinierenden Leben und Werk der Künstler-Brüder. Aufgewachsen im Milieu der Wessobrunner Stuckkünster, blieben sie diesem Kreis zeitlebens eng verbunden und prägten die Kunstlandschaft Oberbayerns. Johann Baptist, Stuckateur und Freskant, war ab 1720 für die Wittelsbacher am Münchner Hof tätig und schuf an der Seite von Francois Cuvilliés die Prunkräume des höfischen Rokoko in der Münchner Residenz, der Amalienburg und Schloss Nymphenburg. Dominikus, Stuckateuer, Altarbauer und Baumeister, erreichte eine einzigartige Synthes von Ornament und Architektur. Durch ihre Zusammenarbeit gelangen den Brüdern Spitzenleistungen der Raum- und Dekorationskunst. Ihr Spätwerk, die "himmlische" Wies, gilt als Juwel des Rokoko und gehört seit 1983 zum UNESCO-Welterbe.

 

 

Regionalgruppe Oberpfälzer Jura des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

 

Die nächsten Veranstaltungen im Programm 2017/2

Burglengenfeld, Volkskundemuseum, Aktuelle Ausstellung: Feines Porzellan für den "Satanstrank". Kaffeekannen aus der Sammlung von Georg und Elfride Fischer, Teublitz“. Öffentl. Führung am  02.01.18, 19.00 Uhr; Ausstellungsdauer bis 14.01.18.Veranstalter: Stadt und Volkskundemuseum Burglengenfeld

Donnerstag, 15.02.2018, 19.00 Uhr: Beratzhausen, Friesenmühle, Johannesstüberl

10 Jahre Regionalgruppe Oberpfälzer Jura des Historischen Verein - Rückblick und Ausblick

Veranstalter: Historischer Verein

 

 

Veranstaltungen 2018

 

Sonntag,  17.06.2018, 11 Uhr, Kultur-Schloss Theuern, Kümmersbruck, Portnerstr. 1:

Von der „Kaffeesuppn“ zum Cappuccino - Kaffeetrinken und Caféhäuser in der Oberpfalz von den Anfängen bis heute - Vortrag von Dr. Christine Riedl-Valder (Beratzhausen),

 

Die Referentin berichtet anhand von Textquellen und Beispielen über die lange Tradition des Kaffees als Genussmittel in der Oberpfalz. Schon um das Jahr 1700 wurde der „Islamische Wein“, wie der Kaffee damals hieß, in Regensburg den Gesandten am Immerwährenden Reichstag serviert. Er trug seinen Teil dazu bei, dass die Botschafter aus ganz Europa damals nach allen Regeln der damaligen Trink- und Esskultur verwöhnen wurden. Einige Jahrzehnte später kam der Kaffeekonsum in adeligen und bürgerlichen Kreisen in Mode und galt als besonderer Luxus. In den größeren Städten verbreiteten sich im 19. Jahrhundert die Wein- und Kaffeehäuser mit Billard. In den ländlichen Regionen wurde die „Kaffeesuppn“ beliebt, die jedoch oft zur Kostenersparnis aus Malz, Zichorie, Eicheln, manchmal auch aus Mandeln und Feigen gebraut wurde und den ganzen Tag über in bauchigen Kannen in der Ofenröhre stand. Bei der Feldarbeit wurde die Kaffeepause am Nachmittag üblich. In den Städten entwickelte sich der Cafébesuch zu einem wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Dr. Christine Riedl-Valder arbeitet als Kulturjournalistin. Aus ihrer Feder stammt das Buch „Die schönsten Caféhäuser in Regensburg und Umgebung“. Es möchte dazu beitragen, dass diejenigen Cafés, die mit ihrer Geschichte und ihren Spezialitäten eng mit der Region verbunden sind, noch mehr geschätzt werden.

Veranstalter: Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern, Theuern

Weitere Informationen unter: www.kultur-schloss-theuern.de