Regionalgruppe Oberpfälzer Jura des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Programm 2019/2

Unsere nächste Veranstaltung:

 

Donnerstag, 28.11.2019, 19.30 Uhr, Hemau, Kulturstadel, Propsteigassl 4

"Therese von Hildburghausen – eine evangelische Königin im katholischen Bayern

Vortrag von Dr. Jutta Göller, Kelheim

Nach ihr wurde die Theresienwiese zu Füßen der Bavaria in München benannt, auf der jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet: Therese von Hildburghausen (1792-1854), die zweite von drei evangelischen Königinnen in Bayern. Auf ihrem Weg nach München als königliche Braut Ludwigs I. kam Therese 1810 auch durch Hemau. Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer gemischt-konfessionellen königlichen Ehe.

Eintritt 3,- €; für HV-Mitglieder kostenlos.

Kooperationspartner: Kulturstadel Hemau e.V., Tangrintler Königstreue

 

 

Neuerscheinungen

 

Publikation mit allen Texten der Führung im Europa-Skulpturenpark Beratzhausen:

Literatur trifft Kunst im Europa-Skulpturenpark Beratzhausen

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  Literatur trifft Kunst

 

 

Christine Riedl-Valder (Hg.): Literaturtage Oberpfälzer Jura 2019 - Literatur trifft Kunst im Europa-Skulpturenpark Beratzhausen, Kallmünz 2019, 66 S., 13 Farbabb., ISBN 978 3 7847 1251 2, 9,80 €.

Mit einem Vorwort von Michael Eibl, Vorsitzender Kuratorium Europäische Kulturarbeit e.V..

Redaktion: Dr. Christine Riedl-Valder, Michael Eibl

Gestaltung: Michael Eibl

Fotos: Dr. Christine Riedl-Valder

Die Publikation wurde finanziell gefördert durch das Kuratorium Europäische Kulturarbeit Beratzhausen e.V., die Raiffeisenbank Hemau-Kallmünz eG und KunstLiteraTour - Kulturredaktion für Ostbayern.

 

 

 

 

 

 

 

 

Caféhäuser in München.

Geschichte(n) aus drei Jahrhunderten

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Christine Riedl-Valder: Caféhäuser in München. Geschichte(n) aus drei Jahrhunderten,
Regensburg 2018, ISBN 978-3-7917-2992-3; eBook: eISBN 978-3-7917-6142-8 (epub)
 
Anders als in Wien, wo man der Legende nach der Belagerung durch die Türken die Liebe zu dem braunen Getränk verdankt, äußern sich in München vielfältige Einflüsse und eine starke Bindung zum Süden. Ab dem späten 18. Jahrhundert wurde München auch in Sachen Kaffeegenuss zur „nördlichsten Stadt Italiens“ und ist es bis heute weitgehend geblieben. In der Geschichte der Münchner Cafés spiegelt sich das facettenreiche Gesellschaftsleben der Landeshauptstadt wieder. Nicht zuletzt spielten die Cafés auch eine wichtige Rolle als Schauplatz weiblicher Emanzipation. Daneben bezeugen bayerisches Konfekt, Torten, Kuchen und Gebäck seit Jahrhunderten die sinnliche Daseinsfreude, die man in der Isar-Metropole zu genießen weiß.
 

Stimmen zum Buch:

 
"Unterhaltsame Geschichte der Kaffeelokale in der bayerischen Landeshauptstadt. - Die Autorin taucht mit diesem ebenso faktenreichen wie mit vielen Anekdoten gewürzten Bändchen tief in die Geschichte der Münchner Kaffeesieder und der Kaffeehauskultur ein....Erfreulich, dass die Autorin nicht nur auf die noblen Caféhäuser eingeht, sondern auch die "Zwölfpfennigkaffees", die Lokale der Arbeiter und kleinen Angestellten, erwähnt und die wenig erfreulichen Arbeitsbedingungen des weiblichen Servicepersonals zur Zeit, als "München leuchtete" (Thomas Mann), schildert..." (Hannes S. Macher, in: Bayern im Buch, 13. Jg., Hf.1, Mai 2019)
 
"Christine Riedl-Valder erzählt detailliert und anekdotenreich die Geschichte der Münchner Cafés in den vergangenen drei Jahrhunderten" (Franz Kotteder, in: Süddeutsche Zeitung, 29./30.12, 2018)
 
"Was hatte der Prinzregent mit Torten zu tun? Was verbirgt sich hinter der Abkürzung Hag? Die Antworten darauf finden sich in dem kenntnisreichen Büchlein über Caféhäuser in Entstanden ist hier eine reizvolle Chronologie über den Werdegang der "nördlichsten Kaffeestadt italiens". Die Absicht, Geschichte(n) unterhaltsam München, das Christine Riedl-Valder in der Reihe "Kleine Münchner Geschichten" im Pustet Verlag vorgelegt hat...Dr. Riedl-Valders unterhaltsames Buch enthält viele höchst interessante Daten und Fakten nicht nur zu Münchner Cafés, sondern zur Kaffee-Kultur allgemein, auch zu den Arbeitsbedingungen des Bedienungspersonals und zu den Einnahmen aus der Kaffee-Steuer, die sich in Deutschland gegenwärtig auf immerhin etwa eine Milliarde Euro pro Jahr beläuft...(Jutta Göller, in: Mittelbayerische Zeitung, 25.02.2019)
 
"Wussten Sie eigentlich, dass München nicht nur als Bierstadt, sondern auch als Kaffeestadt einen weithin anerkannten Namen hat? Und das schon vor mehr als 300 Jahren? Bierfreunde hören es freilich nicht so gern, aber dennoch ist es eine historisch belegte Tatsache. Die Autorin Christine Riedl-Valder hat sich auf Spurensuche begeben und lässt in ihrem Buch Geschichte(n) aus drei Jahrhunderten lebendig werden...Entstanden ist hier eine reizvolle Chronologie über den Werdegang der "nördlichsten Kaffeestadt Italiens. Die Absicht, Geschichte(n) unterhaltsam zu erzählen, vor allem auch im Wechselspiel von Bierpalästen und Kaffeepalästen, ist voll geglückt. Die kluge Aufarbeitung der Münchner Caféhaus-Nachkriegsszene bis zum aktuellen Heute liest sich gleichermaßen spannend. Ein Sondertipp: Nehmen Sie sich Zeit, wählen Sie Ihr Lieblingscafé und lassen Sie bei der Lektüre "Caféhäuser in München" die Umwelt an sich abgleiten...(Brigitte Karch, auf www.brikada.de - Onlinemagazin für Frauen, abgerufen am 18.11.12018).
 
"Die Kulturjournalistin Christine Riedl-Valder stellt in ihrem Band Caféhäuser in München (Pustet) auf 160 Seiten nicht nur bekannte Cafés aus drei Jahrhunderten vor, sondern auch kulinarische Genüsse wie bayerisches Konfekt, Torten, Kuchen und Gebäck." (www.in-muenchen.de,abgerufen am 28.12.2018)
 
 

 

Der erste Caféhausführer von Regensburg und Umgebung

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Christine Riedl-Valder: Die schönsten Cafés in Regensburg und Umgebung, Regenstauf 2017, 17,90 € (ISBN 9-783866-46341-6)

https://www.battenberg-gietl.de/heimat/buch/die-schoensten-cafes-in-regensburg-und-umgebung

Dieser Führer stellt einige der schönsten Cafés in Regensburg und Umgebung vor und möchte Ihnen dabei helfen, neue Plätze zu entdecken und Ihre persönlichen Favoriten zu finden.

In Regensburg ist der Genuss von Kaffee und Konfekt seit Jahrhunderten üblich. Schon den Gesandten am Immerwährenden Reichstag wurden „Islamischen Wein“ und Pralinen serviert. Wer heute in der Domstadt ein Café besuchen will, hat jedoch die Qual der Wahl zwischen einer Vielzahl von Lokalen mit unterschiedlichsten Angeboten. Dieses Buch will Ihnen eine Orientierungshilfe geben. Es informiert über Kaffee- und Kuchenspezialitäten, Ambiente, Ausstattung, Service und Betreiber der einzelnen Cafés und erwähnt Wissenswertes über ihre Geschichte und Entwicklung. Dabei zeigt sich die bunte Vielfalt, Qualität und lange Tradition der Oberpfälzer Caféhauskultur.

Das Buch macht Sie bekannt mit fünfzehn der schönsten Cafés in Regensburg sowie lohnenden Ausflugszielen in Bach, Beratzhausen, Burglengenfeld, Illkofen, Kallmünz, Kelheim, Laaber, Nittendorf-Penk, Schwandorf, Tegernheim, Velburg und Zeitlarn.

Gefälliger Wegweiser zum wahren Kaffeegenuss in und um Regensburg:

Schon das in „Kaffee-Farbtönen“ gestaltete Cover regt die Sinne an, denn fast möchte man meinen, den Duft des schwarzen Heißgetränks zu vernehmen. So gelingt Christine Riedl-Valder, der in der Region Regensburg beheimateten Kunsthistorikerin und Germanistin, ein gelungener Einstieg. In ausgewählten Cafès und in teils ungewöhnlichem Ambiente kann man die Seele baumeln lassen und spezielle Kaffee- und Kuchenkreationen genießen. Da gibt es liebliche „Locations“wie das „Rosenfleckerl“ oder skurrile wie das „Kuhstallcafé“ und den„Milchschwammerl“, wohl das kleinste seiner Art weit und breit. Man kann sich mit Kunst, wie im „Galerie-Café Blaue Lilie“ umgeben, mit klaren Linien im modernenAmbiente des „Verschmitzt“ oder gediegen im „Pernsteiner“ dem Genuss frönen.

Auch im Schatten einer Kirche mit Blick auf einen alten Friedhof lässt sich trefflich entspannen (s. „Legato“) oder gleich in einer ehemaligen Hauskapelle. Hier beim legendären „Dampfnudel Uli“ denkt man nicht an das Hüftgold, das die leckeren Mehlspeisen hinterlassen. Riedl-Valder charakterisiert ihre Lieblingscafés kompakt und geht dabei vor allem auf deren besonderes Ambiente, Geschichte und Spezialitäten ein. Aussagekräftige Fotografien unterstreichen die Hinweise und Fakten im Text. Eine „Info-Leiste“ liefert die wichtigsten Daten wie Anschriften,Öffnungszeiten, Internetpräsenz und auch Preislevel von Kaffee und Kuchen.

Besonderes Augenmerk aber legt die Autorin auf Herkunft der Ingredienzen, sprich Kaffeebohnen, und die fachkundige Zubereitung des heißen Muntermachers. Auch die jeweilige Konditorkunst wird eingehend unter die Lupe genommen.

Der Genuss-Reiseführer lässt Einheimische wie Besucher nicht im Regen stehen und weist zielgerichtet den Weg zu den besten Cafés der Region. Ein ebenso empfehlenswertes wie unterhaltsames Buch mit ansprechender Aufmachung.“

(Sabine Tischhöfer, in: Bauer, Markus (Hg.): Die Besprechung, Ausgabe 1/2017)

 

 
 
 

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Christine Riedl-Valder: Johann Baptist  Dominikus Zimmermann. Virtuose Raumschöpfer des Rokoko. Regensburg 2017, 14,95 € (ISBN978-3-7917-2928-2)

Die Gebrüder Zimmermann leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Entstehung und Vollendung des süddeutschen Rokoko. Das Buch berichtet vom faszinierenden Leben und Werk der Künstler-Brüder. Aufgewachsen im Milieu der Wessobrunner Stuckkünster, blieben sie diesem Kreis zeitlebens eng verbunden und prägten die Kunstlandschaft Oberbayerns. Johann Baptist, Stuckateur und Freskant, war ab 1720 für die Wittelsbacher am Münchner Hof tätig und schuf an der Seite von Francois Cuvilliés die Prunkräume des höfischen Rokoko in der Münchner Residenz, der Amalienburg und Schloss Nymphenburg. Dominikus, Stuckateuer, Altarbauer und Baumeister, erreichte eine einzigartige Synthes von Ornament und Architektur. Durch ihre Zusammenarbeit gelangen den Brüdern Spitzenleistungen der Raum- und Dekorationskunst. Ihr Spätwerk, die "himmlische" Wies, gilt als Juwel des Rokoko und gehört seit 1983 zum UNESCO-Welterbe.

Pressestimmen zum Buch:

"Das Buch...liefert einen kompakten Überblick über Leben und Werk der beiden Rokoko-Künstler...Die Autorin mischt Wissenswertes über die Wessobrunner Familie und den Betrieb, den Werdegang der beiden Brüder bis hin zu ihrem Meisterstück, der Wieskirche und dem festlichen Steinernen Saal in Schloss Nymphenburg, mit kurzen Exkursen. So erfährt der Leser beispielsweise, wie sich Stuckmörtel zusammensetzt und verwendet wird, was sich hinter den Begriffen "Bandelwerk" und "Rocaille" verbirgt oder welche Arbeitsbedingungen, Löhne und Preise im 18. Jahrhundert vorherrschten...." (Rebekka Jakob, Augsburger Allgemeine am 16.02.2018).

"...was die beiden bildnerisch universell begabten Zimmermann-Brüder ganz unabhängig voneinander entwickelt und dann in einigen gemeinsam gestalteten Gesamtkunstwerken im Rokoko-Stil zur Vollkommenheit geführt haben, genießt heute höchste Anerkennung...(Gottfried Knapp, Süddeutsche Zeitung am 14.03.2018)

 " ...ein instruktiver und reizvoller Band der schönen Buchreihe "kleine bayerische biografien"..."das glanzvolle Wirken der Brüder Zimmermann einleuchtend eingebettet in die bayerische Geschichtte ihrer Zeit...Alles Wissenswerte rund um die Künstlerbrüder versammelt Christine Riedl-Valders ansprechend bebildertes Buch, das auch spannende Aufklärung darüber gibt, worin eigentlich das Faszinierende des süddeutschen Rokokos besteht." (Klaus Hübner, Ostbayerisches Magazin lichtung, Hf. 2/2018, S. 54f).

 "In ihrem Buch erzählt die Kulturjournalistin Christine Riedl-Valder fesselnd, wie sich der Stuckateur und Freskant Johann Baptist Zimmermann und sein jüngerer Bruder, der Stuckateur und Architekt Dominikus Zimmermann kongenial ergänzten...Außerdem wird in dem Buch das Leben und Wirken der Zimmermann-Brüder in seinen historischen Kontext gestellt...(Martin Geh, Katholische Sonntagszeitung, Bistum Augsburg, Nr. 16, 2018).

"...äußerst lesenswert, informativ und bereichernd - in gut verständlicher Sprache....Das Buch ist eine handliche, kompakte Darstellung...Ein Stück Bayerische Geschichte. Gut zu lesen! (das zeichen. Die Zeitschrift des katholischen Apostolats, Nr. 6 /2018).

"...Da die in angenehmem und ansprechendem Tonfall gehaltene Zusammenfassung des Lebens und Wirkens der Brüder immer wieder, wie bei dieser Buchreihe üblich, durch lehrreiche Info-Kästen angereichert wird, kann sich der Leser ganz nebenbei auch interessantes Hintergrundwissen aneignen...dieses Büchlein, in dem die glanzvolle Spur der Brüder Zimmermann einleuchtend eingebettet wird in die bayerische Geschichte ihrer Zeit....Klar ist: Christine Riedl-Valders ansprechend bebildertes Buch versammelt alles Wissenswerte rund um die Künstlerbrüder und klärt auf spannende Weise darüber auf, worin das Unvergleichliche und Begeisternde des süddeutschen Rokoko besteht." (Klaus Hübner, in: Bayernspiegel 3/2018, S. 48f.)

 

Termine

 

Regionalgruppe Oberpfälzer Jura des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg

Programm 2019/2

 

21.09.19, 17.00 Uhr, Kelheim-Gronsdorf, Mühlenweg 29

Die Kapelle St. Georg in Gronsdorf

Führung mit Bernd Grune, Studiendirektor i. R. (Ihrlerstein)

Äußerlich wirkt sie schlicht, im Inneren beeindruckt die barocke Ausstattung und die gut erhaltenen, erst 1912 entdeckten gotischen Fresken mit ihren reichhaltigen Szenen. Steinmetzzeichen aus dem späten 14. Jh. deuten auf Regensburger Bauhandwerker. Nach der Führung Gelegenheit zum Gedankenaustausch im Gasthaus Schleuse.

Eintritt 4,- €; für HV-Mitglieder frei.

Kooperationspartner: Kelheimer Tourismus Initiative

 

16.10.2019, 19.00 Uhr, Velburg, Neuhaussaal

Das ehemalige Spital in Velburg

Vortrag von Gabriele Schneider

Heute noch erinnert das Spitalgebäude an der Alten Seubersdorfer Straße nahe der Kirche St. Leonhard an die einstige Stiftung einer „Bruderschaft für Sondersieche“. Auf welche Weise sich das Gemeinwesen um Arme und „Sondersieche“ (Lepröse) gekümmert hat, können wir zum Teil den Visitationsberichten von Oberweiling aus den Jahren 1576 bis1581 entnehmen, aber auch Ignaz Brunners Aufzählung von Stiftungen aus dem Jahr 1818 gibt darüber Aufschluss. Außerdem sind elf originale Rechnungsbücher des Velburger Spitals aus der Zeit von 1738 bis 1802 erhalten, die Einblick in die Aus- und Eingaben erlauben. Dabei handelt es sich um Abgaben verschiedenster Art (Natural- oder Geldleistungen), Almosen an Arme und Bedürftige, Darlehen an Bürger und Handwerker, Besoldung von Angestellten und Bezahlungen von Baumaßnahmen. Daraus ergibt sich ein lebendiges Bild der damaligen Lebensumstände und wirtschaftlichen Verhältnisse vieler Velburger Familien.

Da das Vermögen des Spitals durch Inflation und Krieg weitgehend verlorengegangen war, forderte der Staat 1962 die Stadt Velburg auf, die Stiftung aufzulösen, das Gebäude aber weiterhin für Bedürftige bereit zu halten.

Eintritt frei!

Kooperationspartner: Stadt Velburg - Kultur- und Heimatverein Velburg

 

Mittwoch, 30.10.2019, 14.30-16.00 Uhr, Regensburg, Jüdischer Friedhof,

Treffpunkt: Gasthaus „Unter den Linden“; der Weg endet an der Schillerstraße.

Führung mit Dr. Rosa Micus M.A.

Der heute als „alt“ bezeichnete jüdische Friedhof an der Schillerstraße wurde 1822 angelegt. Es ist der erste neuzeitliche Friedhof in Regensburg nach der Vertreibung der mittelalterlichen Gemeinde 1519 und der Verwüstung ihres Friedhofs. Seit dem Toleranzpatent von 1813, das den Angehörigen der jüdischen Religion Bürgerrechte zuerkannte, konnte sich wieder eine eigenständige jüdische Gemeinde in der nun zum Königreich Bayern gehörenden Stadt bilden. Erst durch Erweiterung und Neuordnung des Stadtparks um 1950 nahm der jüdische Friedhof an der Schillerstraße jene landschaftliche Einheit mit dem Park ein, wie wir sie heute erleben. Auch das Gelände des ehemaligen Lazarusfriedhofs wurde zu dieser Zeit in den Stadtpark integriert, in dessen östlichen Teil noch wenige Schützenhäuser aus dem Ende der reichsstädtischen Zeit stehen. – Unser Weg führt uns von den früheren Schützenhäusern, vorbei am alten Lazarusfriedhof, hin zum jüdischen Friedhof hinter einem Hügel am westlichen Ende des Stadtparks. Dort erfolgt die Besichtigung dieses alten jüdischen Friedhofs.

Gebühr: 4,- €; für HV-Mitglieder kostenlos!

 

Mittwoch 20. 11. 2019; 14.30 – 16.00, Regensburg

Treffpunkt: Kohlenmarkt ––– Ende: Ecke Gesandtenstraße / Glockengasse

Das jüdische Ghetto im Herzen der Stadt Regensburg

Rundgang mit Dr. Rosa Micus M.A.

Die historischen Orte internationaler Beziehungen Regensburgs liegen im Herzen der Altstadt, im Überschneidungsbereich der Westseite der ehemaligen Römermauer, wo sich die Stadt erstmals über die Kastellmauern hinaus entwickelte. Hier stoßen die Gebiete der Stadttopographie aneinander, die im hohen Mittelalter noch den Übergang der „Altstadt“ zur „urbs nova“ kennzeichneten. Gebiete, deren Straßenzüge zu allen Zeiten die erste Anschrift der Stadt waren, während der Neupfarrplatz erst im 18. Jahrhundert in dem Maße, in dem der Kohlenmarkt an Bedeutung verlor, als kommerzielles Zentrum mit Banken und Geschäften aufstieg. Der Weg führt vom Frühmittelalter bis ins 18. Jahrhundert, dem Werden der Handelsmetropole mit ihrem uralten jüdischen Zentrum und seinem Verlust 1519, dem Wiederaufstieg der Stadt als Ort der Reichstage, schließlich des Immerwährenden Reichstags.

Gebühr: 8,- €; für HV-Mitglieder kostenlos!

 

Freitag 22.11. 2019; 20:00 Uhr: Kloster Weltenburg, Festsaal

Das Adelsgeschlecht der Stingelheimer in der Region Kelheim

Vortrag von Studiendirektor a.D. Dieter Schwaiger, Kelheim

Die Stingelheimer von Thürnthenning waren ein altes niederbayerisches Adelsgeschlecht. Sie waren in der Gegend von Dingolfing beheimatet und erwarben auch in der Oberpfalz Hofmarken wie Kürn und Schönberg.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Stellung und den Besitzungen der Stingelheimer in der Region Kelheim, wo sie als Pfleger im Dienst des Landesherrn standen. Grabdenkmäler befinden sich in der Nikolauskirche von Bad Abbach, in der Franziskanerkirche Kelheim und in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius in Neustadt a.d.Donau. Zu den bedeutendsten Angehörigen des Geschlechts zählte der Regensburger Domherr Christoph von Stingelheim (1570-1626). Er besaß Schloss und Hofmark Wildenberg und baute sich bei Neustadt a.d.Donau ein kleines Wasserschloss, genannt „Karpfenstein“. Christoph von Stingelheim liegt im Dom von Regensburg begraben. Sein Bruder Hans Walter war Kapuzinermönch in Salzburg und stiftete das Kapuzinerkloster in Donauwörth.

Veranstalter: Gruppe Geschichte der Weltenburger Akademie; Eintritt: 3,- €, für HV-Mitglieder frei.

 

Donnerstag, 28.11.2019, 19.30 Uhr, Hemau, Kulturstadel, Propsteigassl 4

"Therese von Hildburghausen – eine evangelische Königin im katholischen Bayern

Vortrag von Dr. Jutta Göller, Kelheim

Nach ihr wurde die Theresienwiese zu Füßen der Bavaria in München benannt, auf der jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet: Therese von Hildburghausen (1792-1854), die zweite von drei evangelischen Königinnen in Bayern. Auf ihrem Weg nach München als königliche Braut Ludwigs I. kam Therese 1810 auch durch Hemau. Der Vortrag beleuchtet die Besonderheiten und Schwierigkeiten einer gemischt-konfessionellen königlichen Ehe.

Eintritt 3,- €; für HV-Mitglieder kostenlos.

Kooperationspartner: Kulturstadel Hemau e.V., Tangrintler Königstreue